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Krankenhausseelsorge ist Kirche vor Ort

Krankenhausseelsorge ist Kirche vor Ort

Der Ort der Kirche ist nicht zuletzt dort, wo Menschen Not leiden. Krankenhäuser sind Orte des Bemühens um Heilung und Linderung. Gleichzeitig sind sie Orte des Schmerzes, der Verzweiflung, der Hoffnung, des Sterbens – und der Begleitung dabei.

Eindringlich werden hier die Grundfragen des Lebens gestellt: „Was trägt mich? Was ist der Sinn? Wie kann ich leben? Wie kann ich sterben?“

Ethische Fragestellungen spielen eine große Rolle.

Krankenhausseelsorge vertritt christliche Werte und prägt die Atmosphäre eines Hauses mit.

 

Covid-19

Die Krankenhäuser sind vorbereitet, auch eine wachsende Zahl von an Covid-19 Erkrankten gut zu versorgen. Die Menschen, die dort arbeiten, tun ihr Möglichstes, um Leiden zu lindern, Heilung zu unterstützen, zu stärken und zu trösten.

Dazu gehört auch die Krankenhausseelsorge.

Sie ist weiterhin erreichbar: für Patient*innen, An- und Zugehörige und für Mitarbeiter*innen der Kliniken.

Für genauere Informationen, sprechen Sie mich gern an.

 

Weitere digitale Angebote der Nordkirche finden Sie auf dieser Website:

https://www.nordkirche.de/glaube/digitale-kirche/

 

Beispiele für die Arbeit Krankenhausseelsorge

·      Die Patientin hatte vor zwei Jahren Brustkrebs und wurde operiert. Nun hat sie Metastasen in Leber und Lunge und ist wieder in der Klinik. Sie lässt den Seelsorger rufen. Damals haben die beiden mehrere Gespräche geführt. Sie weiß, dass sie ihn jetzt brauchen wird.

·      Ein Patient ist überraschend verstorben. Die Angehörigen sind gerade im Krankenhaus angekommen. Die Stationsärztin informiert die Seelsorgerin. Diese stellt sich vor und lässt sich erzählen, hört zu, sagt ein paar Sätze. Schmerz und Tränen bekommen Raum. Am Ende spricht sie einen Segen.

·      Der Krankenpfleger sieht den Seelsorger auf dem Gang: „Haben Sie einen Moment Zeit?“ Zwischen Tür und Angel reden die beiden über eine junge Patientin, deren Kinder und kommen so auf ein familiäres Problem des Mitarbeiters. Anschließend gehen beide wieder ihrer Wege.

·      Auf der Intensivstation liegt ein älterer, schwer kranker Mann, sediert und beatmet. Nun verschlechtern sich seine Nierenwerte. Soll man eine Dialyse durchführen, die vielleicht sein Leiden nur verlängern würde? Die Angehörigen sind sich uneins. Eine Patientenverfügung existiert nicht. Der der Chefarzt beruft eine ethische Fallbesprechung ein, an der alle Beteiligten teilnehmen und die die Krankenhausseelsorgerin moderiert.

·      Sonntag, kurz vor 10 Uhr. Vier Ehrenamtliche holen Patientinnen und Patienten aus ihren Zimmern und fahren sie zum Raum der Stille, wo Gottesdienst gefeiert wird. Regelmäßig treffen sich die Ehrenamtlichen mit dem Krankenhausseelsorger zur Supervision und zur Fortbildung. Einmal in der Woche machen sie Besuche auf Station.

·      Für drei Tage fährt die Seelsorgerin mit einer Lehrerin und Schülerinnen und Schülern einer Krankenpflegeschule in ein Tagungshaus. Thema ist: „Umgang mit Schwerkranken und Sterbenden“. In Vorträgen, Gruppen- und Einzelarbeiten und in Rollenspielen lernen die jungen Männer und Frauen, wie sie gut auf solche Patienten eingehen können. Sie lernen dabei auch sich selbst besser kennen – und die Pastorin, die sie als authentisch, klar und mitfühlend erleben.

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